Beiträge von Solimar

    Leider habe ich kein Foto, auf dem man gut erkennt, wie die Matratze im Auto liegt. Einen Blick auf die Sterne hat man durch das Pano-Dach allemal, auch wenn wir das Rollo doch meist zu hatten, denn in Skandinavien ist es im Sommer schon recht lange / früh hell ;)


    Bei 2-3 Nächten würde ich die Rückbank nicht rausnehmen, das lohnt sich kaum. Wir haben es primär für den zusätzlichen Stauraum gemacht, denn ausreichend eben ist die Liegefläche auch so (wenn man die Kopfstützen entfernt).


    Wir sind immer über die Kofferraumklappe rein und raus, das ging definitiv ohne den Campingmodus zu unterbrechen. Ich meine aber, dass auch das Öffnen der Türen von innen ihn nicht deaktiviert.

    Nein, nicht allzu kompliziert.


    Hinter der Rückbank in der Mitte gibt es eine einzige Schraube (10er), mit der ein Bügel der Rückbank an der Karrosserie befestigt ist. Man erreicht die Schraube, indem man die Rücksitzlehne umklappt und diesen Klettverschluss-Stofflappen zwischen Kofferraum und Rücksitz zur Seite schiebt. Das Wieder-Einschrauben der Schraube ist alledings etwas fummelig, da man sie bei wenig Platz gleichzeitig schräg nach unten andrücken und festschrauben muss.


    Wenn die Schraube raus ist, kann man vorn unter die Rückbank greifen und diese mit einem leichten Ruck nach oben heben und dann nach vorn wegziehen, dabei auf die Gutschlösser achten und auch noch den Stecker des Kabels für die Sitzbelegungssensoren (linke Seite) lösen,

    Nach zwei Wochen fast exklusivem 6e-Camping in Skandinavien kann ich ein paar Erfahrungen teilen:


    • Die Van-Luftmatratze von Decathlon ist durchaus empfehlenswert, passt leicht gequetscht in den den 6e, füllt dann den gesamten Kofferraum und den hinteren Fahrzeugteil bis zu den Vordersitzen aus und eignet sich so für reichlich Liegefläche allein oder wie in unserem Fall zwei Personen. Unter dem klappbaren Kopfteil ist genug Platz für Gepäck, z.B. Koffer, Ikea-Box o.ä., das dient dann in der Nacht auch als Unterlage für den vorderen Teil der Matratze. Bei Zurückgeklapptem Kopfteil wiederum kann man eine Kühlbox in die Lücke zwischen Vordersitz und Rücksitzlehne platzieren; wie andere Kleinteile, Jacken, Rucksäcke etc. muss diese für die Nacht auf die Vordersitze umziehen.
    • Die Liegefläche ist bereits ausreichend gerade, wenn man die Kopfstützen entfernt. Wir haben aufgrund der Länge der Reise noch die Rücksitzbank ausgebaut und den Bereich unter der geklappten Rücksitzlehne mit weichem Gepäck in Packwürfeln aufgefüllt, so gab es genug Platz für alles und gleichzeitig eine fast vollständig ebene Liegefläche.
    • Zur Verdunkelung haben habe ich günstige Autovorhänge von Amazon an Seiten- und Heckscheibe sowie hinter den Vordersitzen angebracht, das war im Grunde ausreichend, die Befestigung mit Metallhaken an z.B. der B-Säulenverkleidung hat sich aber ab und an gelöst, daher hier keine uneingeschränkte Empfehlung.
    • Im Frunk konnten wir die "Bord-Küche" unterbringen, bestehend u. a. aus Ikea-Box für Untensilien, Induktions-Herdplatte, Airfryer und Kaffeemaschine, betrieben am V2L-Adapter. Ein absoluter Game-Changer beim Campen.
    • Die Kühlbox (einfaches Modell, kein Kompressor) hing die ganze Zeit direkt an der 12V-Batterie, es gab keine Probleme mit Entladung, wahrscheinlich lädt der 6e sie auch beim Parken regelmäßig nach und im Campingmodus ja sowieso. Bei längeren Abwesenheiten in praller Sonne hatte ich teilweise den Thermostatmodus aktiv, damit die Kühlbox keine allzu große Temperaturdifferenz ausgeleichen muss; bei Kompressormodellen wahrscheinlich unnötig.
    • Der Campingmodus funktionierte soweit gut. Beim Aktivieren muss man darauf achten, vorher manuell die Außenbeleuchtung auszuschalten. Ansonsten werden die Türen verriegelt, die Displays gehen aus, alles andere wie Klima, Fensterbedienung, Dach-Rollo, USB-Buchsen etc. bleibt aktiv. Die Klimaanlage kann man über das hintere Bedienteil regeln. Ohne Klimatisierung sind über Nacht ca. 3% SoC verbraucht worden, mit je nach Temperaturdifferenz 12-20%. Als etwas störend habe ich den ab und zu anspringenden Klimakompressor bzw. die Wärmepumpe empfunden, das Geräusch und die Vibration merkt man schon etwas im Halbschlaf.

    Insgesamt sind zwei Wochen mit zwei Personen schon an der Grenze zu dem, was viele nicht mehr als Urlaub bezeichnen würden, aber insgesamt hat das Campen im 6e sich als recht angenehm und um ein Vielfaches besser als z.B. in einem kleinen Zelt herausgestellt, insb. bei täglichen Standortwechseln, Kälte, Regen etc. Für ein verlängertes Wochenende ist es ein Träumchen.