Beiträge von BBA

    Ich möchte mal ein kleines Update zu dem Fahrzeug geben:


    Ich bin letztes Wochenende eine Strecke von genau 200km hin und zurück gefahren und habe einige interessante und frustrierende Erfahrungen gemacht.


    Fahrtantritt war mit etwa 230km Reichweite, dabei bin ich im Feierabendverkehr mit geschwommen und wenn frei war bin ich auch mal 150-180 gefahren. Am Ziel wollte ich mit 50% ankommen. So habe ich das im Navi auch eingestellt und auch, dass ich nur mit EnBW Laden möchte. Ich weiß dass entlang der Route dutzende EnBW-Säulen vorhanden sind und geplant hatte ich am EnBW-Park in Marktheidenfeld zu laden. Das Navi schlägt mir kurz nach Fahrtantritt vor, dass ich nach 117km die Autobahn verlassen soll und in der Aschaffenburger Innenstadt Laden soll. Absolut unverständlich meiner Meinung nach, denn zum EnBW-Ladepark in Marktheidenfeld hätte ich es locker geschafft und müsste nicht in die Stadt fahren, somit wäre es Entlang meiner Route, wie es sich auch gehört. Die Route habe ich mehrmals neu gestartet, ohne dass das einen Erfolg gebracht hat. Den Park in Marktheidenfeld habe ich dann als Ziel im Navi angegeben und bin mit 13% angekommen.

    An der Säule angekommen habe ich mit ca. 110 kW im Peak geladen, solange bis ein anderen Auto an der gleichen Säule angeschlossen hat. Dann ging die Leistung auf 40-48 kW runter und ging auch nicht wieder hoch. Die Säule teilt aber auf 150/150 kW. Das hatte ich aber bereits mehrfach und wie ich gelesen habe betrifft es auch viele. Zu Anfang war es für mich auch nicht verständlich, warum bei so einer langen strecke der Akku nicht warm genug ist, bzw. nicht vorkonditioniert wurde, aber das ist ja auch wieder ein weiteres Problem bei Mazda.

    Also die Frust rausgelassen und weitergefahren, bis zum Ziel.


    Am gleichen Abend bin ich vom Ziel, also in Würzburg nach Wertheim gefahren. Ich hätte es ohne Probleme und mit mehr als 10% im Akku bis zum EnBW-Park in Marktheidenfeld geschafft, wo ich sowieso die Autobahn verlassen musste. Also hätte ich auch genau da laden können um nach Wertheim zu fahren. Wollte das Navi aber nicht. Stattdessen wollte es beim ersten Mal, dass ich die Autobahn verlasse, um wieder in Richtung Würzburg zu fahren dort zu laden (siehe Foto). Also Route abgebrochen und neu gestartet. Diesmal wollte das Navi, dass ich die Autobahn zurück fahre, um einen massivem Umweg zu fahren und auf der anderen Strecke bei EnBW zu laden (zweites Foto). Ich dachte ich sehe nicht richtig, EnBW in Marktheidenfeld ist doch auf dem Weg, erreichbar und sowieso entlang der Route und das Navi kennt doch die Säule! Also wieder ohne Navi gefahren.


    Am nächsten Tag bin ich in Würzburg gestartet mit Überschuss an Reichweite bis zur nächsten EnBW-Säule auf der Autobahn. Diesmal hat das Navi den Vogel komplett abgeschossen. Ich sollte viel zu früh, mit über 40% in die aschaffenburger Innenstadt, um dort zu laden. Entlang der Route gab es wieder genug EnBW-Säulen, an denen ich mit geringerem SoC angekommen wäre, was ja auch so eingestellt ist.


    Meine bisherige Erkenntnis: Die fehlende Akku-Vorkonditionierung (über Umwege wohl möglich, aber davon nichts gemerkt bzw. nicht Sinn der Sache), die schlechte Routenplanung und die Fehler bei der Ladegeschwindigkeit machen den Mazda 6e, für meine Verhältnisse zu keinem guten Auto für längere Strecken. Ich hoffe das möglichst Zeitnah eine Fehlerbehebung kommt.


    Einige von euch werden bestimmt sagen, dass sie absolut keine Probleme mit dem Auto haben und dass alles funktioniert. Bitte beachtet, dass ich meine eigene Erfahrung schildere und dass das nicht auf jeden oder jedes Auto übertragbar ist. Ich teile meine Erkenntnisse und meine Erfahrungen mit dem Auto!

    Ich habe die komische Erfahrung gemacht, dass das Auto kein gutes Lademanagement hat.

    Wenn ich mit 15-20% an der 300kW-Säule ankomme, lade ich mit ca. 100-130kW. Steckt dann ein weitere Auto an der gleichen Säule an, teilt sich die Leistung eigentlich auf 150/150 kW. Mein Mazda fällt dann aber auch 40-60 kW und bleibt dann über die gesamte Ladedauer da stehen.

    Wie ich gelesen habe scheint das ein größeres Problem zu sein, wie auch die Vorkonditionierung.


    Ich hoffe mal dass das so schnell wie möglich behoben wird. Kann ja nicht sein, dass man einem Kunden so ein Auto verkauft. Von der Routenplanung will ich erst garnicht anfangen.

    Hatte gerade auch ein interessantes Erlebnis.


    Ich hab bei einem 300 kW Schnelllader an einem DM gehalten. Die Ladeleistung ging auch zügig bis auf fast 90 kW hoch. Nach ein paar Minuten hält neben mir ein weiteres Auto. Der Fahrer steckt an und schon ging die Ladeleistung auf 68,4 kW runter. Nach guten 10 Minuten kommt der Fahrer vom Einkauf zurück, steckt ab und... ...meine Ladeleistung bleibt bei 68,4 kW.


    Ich hab mir das Spielchen dann noch 5 Minuten angesehen um abzuwarten, ob es nicht doch noch steigt. Dann hab ich ab- und angesteckt und mit 112 kW weiter geladen.

    Die Ladeleistung wird auch unverhältnismäßig geteilt. Ich hatte mal den Fall, dass ich an einer 300kW-Säule mit ca. 100kw geladen habe. Ein weiteres Auto ist dazugekommen und hat angesteckt. Daher müsste nach der Säule 150kW und 150kW geteilt werden. Allerdings ging es bei mir auf 48kW runter und nicht mehr wieder hoch.


    Bei solchen Fehlern frage ich mich, ob Mazda denn keine Kontrollen durchführt oder überhaupt selbst das Auto getestet hat. Es ist ja kein Einzelfall, von diesem Problemen berichtet viele.

    Ja, das ist etwas ungewöhnlich, wenn man sich mit anderen E-Autos schon beschäftigt hat. Aber der neuartige Akku im Mazda sollte es schaffen, den Akku während des Ladens innerhalb von 5-8 Minuten soweit zu erwärmen, damit Ladeleistungen um die 150 KW möglich sind. Das Problem hierbei ist allerdings, dass die Software aktuell die Ausgangstemperatur zu Ladbeginn zur Berechnung der Ladeleistung hernimmt und nicht dynamisch auf den sich erwärmenden Akku eingeht, um während des Ladens die Leistung anzupassen. Ich hoffe, dieses Problem lässt sich mit einem kommenden Softwareupdate noch beheben. Ansonsten ist es wirklich sehr traurig und ein riesiger Minuspunkt.

    Das habe ich gestern auf meinem Trip auch gemerkt. Einmal mit 70kW bei 15% angefangen und bis zum Ende so durchgezogen. Den Ladevorgang habe ich dann beendet und dann neu gestartet, dann war ich bei 100kW. Habe es dann so gelassen, mich aber tierisch aufgeregt, wie man das Auto so auf den Markt bringen kann. Kann ja nicht sein dass man ständig beenden und neu starten muss oder langsam lädt.

    Schonend laden beinhaltet mehr Aspekte als AC oder DC. Eigentlich spielt das auch keine Rolle. Wichtig ist der Ladestrom, weil dieser Verursacher für die Hitze im Akku ist und für den Stress.

    Man könnte daraus jetzt eine Wissenschaft machen und sehr tief in die Materie gehen. Grundlegen kann man sagen, dass die C-Rate und die Batterietemperatur die Kernaspekte für das schonende Laden sind. Beim Laden und vor allem beim Schnellladen ist eine Temperatur von 20-30 Grad gesünder für den Akku. Bei kaltem Akku zu Laden stresst den Akku sehr, Lithium-Plating kann entstehen wodurch der Akku irreparabel geschädigt wird. Zu heiß schädigt den Akku dann aber auch wieder, je heißer umso schneller degradieren die Zellen. Da kommt dann die C-Rate ins Spiel. 1C ist ca. die gesunde Mitte (ca. 72.6 kW), aber je geringer die C-Rate umso weniger werden die Zellen gestresst. Bei Interesse kannst du das im Netz mal verfolgen, da lernt mal viel zu diesem Thema.


    Das Vorheizen der Batterie für einen Ladevorgang erleichtert das Wandern der Ionen und minimiert die Ladeverluste. Deshalb finde ich es so schlecht, dass das manuelle Vorheizen nicht möglich ist und durch Umwege gelöst wurde.


    Aber für alle die das Auto gekauft haben der Tipp und/oder die Batteriepflege wichtig ist: C-Rate möglichst gering halten um die Degradation zu verlangsamen

    Hat jemand vielleicht seinen Verbrauch inklusive Ladeverlusten im Kopf? Ich habe mich heute echt erschrocken als ich an der Ladesäule stand.


    Gestern hatte ich auf 100% geladen und bin dann bis heute Vormittag genau 60km gefahren, dann habe ich wieder auf 100% geladen. BC hat einen Verbrauch von 19 kWh/100km angezeigt. Bei Abschluss des heutigen 400VAC Ladevorganges wurden 17,85 kWh nachgeladen.

    Das würde rechnerisch einen 100km-Verbrauch von 29,75 kWh ergebenen.


    Das ist brutal, wie ich finde. Wie sieht es so bei euch aus?


    1) Ja
    2) Ja
    3) Nein

    zu b: Wie hast du das gemacht? Bei mir wird immer erwähnt „Motorhaube offen“, „zum starten bremse drücken“, „Kofferraum offen“

    Das vorheizen in der App hat auch keine einfluss auf die Ladegeschwindigkeit, wie schon oft erwähnt hier. Wie lange bist du denn zur Säule gefahren wenn du es im Navi angewählt hast

    Ich frage mich woher die Info kommt, dass das Vorheizen der Batterie keinen Einfluss hat?

    Nach anwählen im Navi bin ich etwas mehr als 80 Kilometer und ca. 1 Stunde gefahren.

    Der Verbrauch zu hoch? Das ist ein großes Auto. Mein Enyaq verbraucht ja mindestens 17 kwh im Durchnitt im Sommer und wenn es kalt wird geht es Richtung 20. Am Wochenende Autobahnfahrt 400 km durchnitt 26 kwh (Skoda Enyaq). Die Kritik beweist nur, dass man sich vor dem Kauf über die Thematik nicht viel genug belesen hat.

    Als großes Auto würde ich den 6e jetzt nicht Bezeichnen, aufgrund der flachen und aerodynamischen Bauform und dem eher kleinen E-Motor sollte der Verbrauch besser sein. Mein iX 60 schafft bei diesen Temperaturen die selben Werte und ist dabei deutlich größer und nicht so Windschnittig.