Ich hatte heute einen Fall, der mich wirklich sprachlos gemacht hat.
Ich wollte bei meinem lokalen Mazda-Vertragshändler einen Garantiefall melden. Dabei wurde mir gesagt, dass die Diagnose kostenpflichtig sei, auch wenn es sich um einen Garantiefall handelt.
Da mir das merkwürdig vorkam, habe ich bei Mazda Deutschland in Leverkusen nachgefragt. Dort wurde mir von Mazda selbst sowie auch von anderen Händlern bestätigt, dass Diagnosekosten bei einem Garantiefall normalerweise nicht vom Kunden zu zahlen sind.
Daraufhin habe ich Mazda die E-Mails meines Händlers weitergeleitet, damit dort auch bekannt ist, wie teilweise im Namen von Mazda gearbeitet wird.
Der konkrete Garantiefall betrifft eine knarzende Windschutzscheibe.
Das Telefonat mit dem Kundenberater bei Mazda in Leverkusen (Name: Bergmann – dort gibt es wohl nur zwei Ansprechpartner) verlief dann allerdings sehr merkwürdig.
Seine Aussagen waren unter anderem:
Zitat
„Wenn Sie mit Ihrem Arzt nicht zufrieden sind, wechseln Sie doch auch den Arzt. Das können Sie mit der Werkstatt genauso machen.“
Daraufhin habe ich ihm erklärt, dass ich in meiner Umgebung nur einen Mazda-Vertragshändler habe.
Darauf kam die Antwort:
Zitat
„Was wollen Sie eigentlich? Mit Ihnen macht das Telefonat keinen Sinn.“
Außerdem sagte er mir, dass er meine Fragen aus den E-Mails – z. B. zu Softwareupdates – nicht beantworten könne und ich alles über den Vertragshändler klären müsse, da dieser die Kontakte zu den Fachabteilungen habe.
Zum Abschluss des Gesprächs kam dann noch der Satz:
Zitat
„Ich wünsche Ihnen eine schöne Fahrt mit knarzender Windschutzscheibe.“
Spätestens da wusste ich ehrlich gesagt nicht mehr, was ich darauf noch sagen soll.
Hintergrund
Am 30.01.2026 habe ich Mazda eine ausführliche E-Mail zu mehreren Problemen mit meinem Mazda 6e geschrieben, darunter auch sicherheitsrelevante Punkte wie das Verhalten des Spurhalteassistenten.
Auf diese Mail habe ich keine Antwort erhalten.
Daraufhin habe ich am 25.02.2026 noch einmal nachgehakt und um eine Stellungnahme gebeten.
Auch darauf kam zunächst keine inhaltliche Rückmeldung.
Reklamierte Punkte beim Händler
Beim Händler habe ich anschließend folgende Punkte im Rahmen der Garantie gemeldet:
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Windschutzscheibe knarzt bei kalten Temperaturen
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Heizung erreicht nicht die volle Leistung
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Öffnungen in den hinteren Radhausschalen – Hochvoltkabel in der Nähe
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Spur / Fahrverhalten prüfen
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BMS zeigt ab ca. 20 % plötzlich 0 % an
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Rückwärtsfahren am Berg / EPB-Assistent funktioniert nicht korrekt
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Außenspiegel lassen sich beim Rückwärtsfahren nicht einklappen
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Batterie-Vorkonditionierung scheint nicht zu funktionieren
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Freisprecheinrichtung – sehr schlechte Mikrofonqualität
Die Antwort des Händlers war im Wesentlichen:
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Mazda übernimmt keine Diagnosekosten, daher müsse ich das mit dem verkaufenden Autohaus klären
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Spur wird nur bis 1500 km übernommen
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Zur Heizung kommt „demnächst ein Update“
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Für alles andere müsse erst eine Diagnose erstellt werden, die nicht vom Hersteller bezahlt wird
Fazit
Aktuell fühlt es sich so an, als würde man zwischen Händler und Hersteller hin- und hergeschoben:
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Händler sagt: Mazda zahlt Diagnose nicht
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Mazda sagt: alles über den Händler klären
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Antworten auf technische Fragen bekommt man nicht
Ehrlich gesagt hätte ich mir bei einem Neufahrzeug in dieser Preisklasse und bei teilweise sicherheitsrelevanten Themen eine deutlich andere Kommunikation erwartet.
Mich würde interessieren:
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Haben andere Mazda-6e-Besitzer ähnliche Erfahrungen gemacht?
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Musstet ihr bei Garantiefällen Diagnosekosten selbst zahlen?
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Wie lief bei euch die Kommunikation mit Mazda Deutschland?
Im Moment bin ich ehrlich gesagt einfach nur fassungslos.