Die Leiterlänge hat nichts mit der maximalen Belastbarkeit der Leitung zu tun. Dafür ist die Stromdichte J=I/A verantwortlich.
Die Leitungsverluste nehmen natürlich mit der Leitungslänge zu. Der Spannungsfall darf von der Zähleinrichtung bis zum Endverbraucher maximal 3% betragen. Hier spielt die Leiterlänge eine wichtige Rolle.
Wenn man die Möglichkeit hat, dann sollte man eine Leitung auswählen und verlegen, die 32A/22kW übertragen kann, auch wenn man derzeit nur mit 16A/11kW laden möchte oder darf.
Ob man generell einen Querschnitt größer wählen möchte, als es die DIN Norm vorsieht, muss man dann selbst entscheiden und nachrechnen, ob sich das finanziell lohnt.
Um auch weiterhin zukunftssicher zu sein kann es aber nicht schaden, den Querschnitt größer zu wählen.
In meiner Garage habe ich derzeit nur einen Wechselstromanschluss, eigens mit 16 Ampere abgesichert. Das Neuverlegen wäre sehr aufwändig und ist daher für mich erst einmal keine Option.
Aber die 16 A und damit eine maximale Ladeleistung von 3,68kW kann ich mit der o.g. Steckdose ohne Problem übertragen.
Übrigens bezahlt man die verbrauchte/gewandelte Energie an den Energieversorger.
Und das Ist bei reiner Wirkleistung (cosinus Phi =1) und Wechselstrom W=P*t bzw. W=U*I*t und bei Drehstrom kommt dann noch der Verkettungsfaktor *1,732 dazu und die Leiterspannung beträgt 400V.
Bei Drehstrom hat man auf Grund der höheren Spannung bei gleicher Leistungsübertragung im Vergleich zu Wechselstrom einen geringeren Leitungsstrom und daher geringere Leitungsverluste, die sich aber bei den hier genannten Leistungsgrößen noch in Grenzen halten.