Geht man von folgenden Annahmen aus, dann ergibt sich im Vergleich von einpahsigen zu dreiphasigen Laden bei 3,68kW und 11kW Ladeleistung und einem Leiterquerschnitt von 1,5mm2 zu 4mm2 folgende Werte:
Pv1AC=152,4W und bei PV3AC=85,7W (Ladeverluste einphasig zu dreiphasig)
Für eine zu übertragende Ladeenergie von 10 kWh oder 50 kWh ergibt sich eine Ladezeit (ohne Verluste der Batterie und Wechselrichter und Eigenverbrauch des Autos) von
t1AC=2,717h bzw. 16,304h und für t3AC=0,909h bzw. 4,545h
Die Leitungsverluste ergeben sich aus W=P*t für eine zu übertragende Energiemenge von 10kWh bzw. 50 kWh zu:
Wv1AC=414,1Wh bzw. 2070,7Wh und Wv3AC=77,9Wh bzw. 389,5Wh
Setzt man die Ladeverluste ins Verhältnis, dann sind diese bei Wechselstrom um das 5,3fach höher als bei Drehstrom und wenn man anstatt mit 4mm2 mit 6mm2
rechnet um das 8fach höher.
Absolut entsteht für eine Ladung von 10kWh zu 50kWh und einem Energiepreis von 0,3 €/kWh zwischen einphasigem und dreiphasigem Laden ein Unterschied von 0,10 € zu 0,50 €.
Ich hoffe, ich habe mich nicht verrechnet. Daher alles ohne Gewähr.
Hinzu kommen die Mehrverluste des Eigenverbrauchs der Steuergeräte während des längeren einphasigen Ladens dazu.
Wer also die Möglichkeit hat, eine Wallbox mit einfacher Leitungsverlegung zu installieren, der sollte es tun. Auch die Ladezeiten verkürzen sich dadurch um ein Drittel bei 11 kW zwischen Wechsel-und Drehstrom. Wer nicht die Möglichkeit hat, aber mit Wechselstrom laden kann, der lädt immer noch günstig und günstiger als an einer öffentlichen Ladesäule.