Beiträge von Osthessen

    Richtig. Leasing wäre nur eine Option bei einem Auto, welchem man schon ansieht, dass es nicht für ein Jahrzehnt gebaut wurde und was zu viele Sollbruchstellen (aka Spielereien) hat. X-Peng beispielsweise: Jede Kleinigkeit hat ihren eigenen Stellmotor/ Bildschirm etc.


    Schaut man mal in die Vergangenheit sieht man, dass es auch in den letzten [fünf] Jahren abseits von Spielereien [aus Fernost] kaum Sprünge gegeben hat. Der BMW iX1 und iX2 [aus dem Modelljahr 2022] sind immer noch kaufbar. Und bei all den tollen Batterierevolutionen (1,5MW-BYD-Batterie, Geelys Feststoffbatterie etc.) würde ich immer die erprobte "konventionelle" Technik nehmen, ehe Early-Adopter zu sein und im Worst-Case Zehntausende in den Sand zu setzen.

    Oder wird man schlimmstenfalls als Käufer der ersten Modellgeneration in eine Software-Sackgasse gestellt , wie es z.B. der VW Konzern beim ID.3 und dem Audi A6 etron gemacht hat? X(

    Das wird Mazda mit Sicherheit nicht machen, dafür steckt im 6e zu viel chinesische DNA. Bei den Early-ID3-Modellen war die Hardware ja schon von Anfang hoffnungslos veraltet. Aber der 6e performend ja noch ziemlich gut.

    Es hat schon einen Grund warum eher geleast wird als gekauft. Habe letztens noch eine Doku über ALD Leasing gesehen ( eher Bericht ) und der Geschäftsführer geht davon aus, das in 3 Jahre 40 % mehr gebrauchte zum Verkauf stehen, nur bei ALD wohlgemerkt.

    Man sollte sich nicht verrückt machen lassen! :)


    Hier ist mal eine Langzeitstudie (50.000km, 100.000km und 150.000km) von NMC-Autobatterien von verschiedenen Herstellern. Sie ist auf Englisch, aber die Bilder/Grafiken sind das Interessante: https://insideevs.com/news/806…battery-aging-study-2026/


    [Blockierte Grafik: https://cdn.motor1.com/images/…mbnail/soh-150k-en-uk.png]


    Mit heutigen Stromern, selbst mit ungeliebter NMC-Batterie, sind Laufleistungen möglich, vor denen sich E-Autos nicht vor Verbrennern verstecken müssen.


    Interessant ist die große Streuung und die Ausreißer (Kia), auch wenn die Gesamtkapazität (und dadurch die höhere Zyklenzahl bei gleicher Laufleistung) natürlich eine Rolle spielt. Aber mit einem LFP-Akku ist man da auf der ganz sicheren Seite.


    TL;DR: Akkus halten lange durch, die Serienstreuung ist aber groß.


    Die Zahl der Leasingrückläufer hat andere Gründe. Ein ID.7 kann ja ohne Probleme über 100.000€ kosten. Ein CLA-250 kostet 65.000€ (mit etwas Ausstattung). Absolut wild. Das bezahlt ja niemand dafür.

    Mache mich aber nicht verrückt, da man messbar nichts an Reichweite merkt…

    Das ist die richtige Einstellung. Insbesondere durch die veränderten klimatischen Bedingungen (es wird endlich Herbst :) ) verhält sich auch die Zellchemie bei kühleren Temperaturen wieder anders. Dieser vom BMS geratene Wert ist wirklich zu vernachlässigen.

    Alle die schon jetzt ihr 68kWh Modell bestellt haben, können vielleicht nochmal mit ihren Händlern reden, ob man auf Kulanz den Kaufvertrag auf das neue 78kWh Model wandeln kann, das neue Modell wird zwar kaum Rabatte haben, deshalb teurer werden, aber ein Versuch wäre es wert, wenn man unbedingt den Facelift möchte. Bzw. wenn ihr den Vertrag per Fernabsatz, also über E-Mail, Telefon usw. gemacht habt. Dann habt ihr 14 Tage Widerrufsrecht AB DEN TAG der Auslieferung. Wenn ihr natürlich in der Filiale unterschrieben habt, dann nicht.

    Das neue Modell kostet innerhalb der Sonderwochen von Mazda ohne Prämie exakt 40.000€ (Takumi, Polymetal Grey).

    Unter anderem schreibt dazu ChatGPT :


    Mazda/Changan hat offenbar nicht versucht, aus den 80 kWh einen extrem schnell ladenden Akku zu machen, sondern einen großen, relativ niedrig belasteten Energiespeicher.

    Mit einem Rennauto kann man gemütlich fahren, aber mit einer lahmen Krücke eben nicht schnell. Dass schnelles Laden nicht gut für die Lebensdauer von Akkus ist, ist ja bekannt, denn die maximale Ladeleistung ist immer ein Trade-Off. Dass Mazda die Ladeleistung auf 90kW begrenzt hat, da sie dem Kunden die Entscheidung über Schnellladen abnehmen wollten, ist fraglich. Mit dem richtigen Thermomanagement ist das mehr als machbar.


    Man sollte die Kirche im Dorf lassen. Man ließt (überspitzt!) ja viel à là "Der neue Akku ist scheiße weil von CALB und nicht von CATL" oder "Der neue Akku ist scheiße weil der so schwer ist" oder eben jetzt "Der neue Akku ist scheiße weil er zu schnell laden kann".


    Wie hier jemand schonmal gesagt hat: Das Bessere ist des Guten Feind. Aber man sollte bei diesen Diskussionen eben auch nicht versuchen, Haare in der Suppe zu finden (wo keine sind). Der neue Akku ist eben 10kWh größer und eine Verbesserung gegenüber den zwei älteren Optionen, wenn auch keine Revolution.

    Das passt dann wohl doch zu den etwas genauer dokumentierten Eingeschalten des BMS des Changan Deepal L07. Da findet das Balancing wohl ab einem SoC von 95% und wird erst gestoppt bei einem SoC unter 85%. Dass das teils mehrere Stunden geht, ist durch die niedrigen Angleichungsströme von unter 100mA auch zu erklären. Leider gibt es dazu keine Dokumentation von Mazda, da es wiederum wohl kaum jemanden gibt, der/die sich dafür interessiert.


    [Blockierte Grafik: https://cdn.shopify.com/s/files/1/0746/0415/1079/files/lifepo4-battery-voltage-chart.jpg?v=1724395568]

    Ich vertraue Research Berichten mehr als dir. Wegen mir stellt eure Autos lange mit 100% ab. Up to you. Mehr als solche Links zu posten kann ich nicht machen. Du hast auch erzählt das 5-7 % Degradation im ersten Jahr normal sind, von daher. Schau ich auf Mobile sehe ich keine Autos die eine Degradation im ersten Jahr von 6-7% haben.


    Nebenbei. Es gibt beim Mazda kein Ausgleich mit 100mv . Zelle erreicht max Spannung, Ladung beendet und es geht kein Strom mehr in den Akku. Es gibt kein Balancing und dieses dauert auch keine 30min oder gar 3Std. Tesla, Deepal, Xpeng , BYD usw max 10-15min dann ist der Drop fertig. Dazu gibt es zig Videos auf Youtube wie das abläuft.

    Klar kann man das glauben, was in Research-Papern steht (auch wenn es da keinen Anspruch auf lückenlose Richtigkeit gibt). Aber du baust das Argument darauf auf, dass diese 5 bis 7% Fakt und physikalisch richtig gemessen sind. Der Zahl kann man ebenso gut trauen wie der Solltemperatur (gegenüber der Isttemperatur) der Klimaautomatik vor dem Sommerupdate.


    Ja, natürlich gibt es keinen Ausgleich sondern einen Angleich der Zellen, die den Ladestopp ausgelöst haben zu denen, deren Spannung niedriger ist. Und niemand sagt, dass noch Strom nach Erreichen des BMS ins Auto fließt. Das ist die Natur des passiven Balancing. Und dass das Balancing passiv ist, ist mittlerweile klar. Wie genau es das aber implementiert ist (Logik der Software), ist aber nicht bekannt. Daher macht es keinen Sinn, hier darüber zu mutmaßen!

    ...wie hier bereits erwähnt, scheint der 6e den Ladeprozess vollständig zu beenden, wenn er 100 Prozent erreicht hat. Jedenfalls meldet er das so. Weiß nicht, ob es auch wer direkt anhand seiner Wallbox oder gar einem dazwischen gesteckten Messgerät getestet hat... Stellt sich also weiterhin die Frage, ob die Karre nach dem Vollladen noch am Kabel bleiben muss oder es reicht, wenn die Kiste noch eine Zeit lang in Ruhe steht...?!?

    Btw. Deine Infos klingen sehr professionell :) Darf ich/dürfen wir erfahren, woher Du dieses Wissen nimmst? 😁
    P.S. Ist eine ehrliche Frage, keine KI Unterstellung oder so... ☝️

    Natürlich :)


    Ich habe regenerative Energien mit dem Schwerpunkt Elektromobilität studiert, bin inzwischen jedoch in die Leistungselektronik "gerutscht" und werde da ab diesem Jahr beginnen zu promovieren.


    Wie genau das im 6e implementiert ist, weiß ich leider nicht (...ich erhalte ihn erst am Januar 2027 :) ), jedoch müsste nach dem Erreichen von 100% SoC keine Energie mehr von der Wallbox zugeführt werden. Da werden einfach die volleren Zellen (sehr langsam) entladen.