Mein 6e hat „Jibaku“ begangen – Mazda, ich habe Fragen.

  • Hi Steffen, tut mir echt leid.

    Vor Jahren war ich Zeugen eines Unfalls mit einem MX-5. Ein Fahrradfahrer meinte er könne ohne zu schauen einfach in eine Vorfahrsstraße (nach links!!!) einbiegen. Das Ganze auch noch in einer Häuserschlucht, d.h. rechts und links hohe Gebäude. Der Mazda ist damals dermaßen in die Eisen gegangen... Selbst der Fahrer war überrascht. Das ganze fiel dann auch ziemlich glimpflich aus. Seitdem hatte Mazda in der Beziehung bei mir einen guten Ruf, da Unfälle mit Fussgängern oder Radfahrern die "Königsdisziplin der Assistenzsysteme sind. Bis jetzt...

  • Hallo,

    da glücklicherweise niemandem etwas gröberes passiert ist, muss ich hier leider etwas härter ins Gericht gehen.

    Ich für meinen Teil bin sehr erschrocken wie viele E Autofahrer (und damit meine ich wirklich explizit E Autofahrer) das Thema Assistenzsysteme und teilweise autonomes Fahren voraussetzen, bzw. sich komplett drauf verlassen. Da stelle ich mir gleich die Frage warum diejenigen überhaupt ein Auto haben wollen, wenn sie eigentlich gar nicht fahren möchten. Als jemand der immer gerne Auto gefahren ist begreife ich diese Logik nicht.

    Zu den Assistenzsystemen muss man sagen, dass sie den Fahrer, wie der Name schon sagt, lediglich assistieren sollen. Von außen und vor allem im Nachhinein ist zwar immer leicht reden, aber sich auf die Systeme zu verlassen halte ich für den größten Fehler und das hat überhaupt nichts mit Mazda zutun. Was ich zuletzt von Toyota und VW an Systemen kennengelernt habe bzw. kennenlernen musste ist keinen deut besser und hat mich schon viele Nerven gekostet. Ich für meinen Teil begrüße immer, wenn man sämtliche Systeme deaktivieren kann.

    Es tut mir sehr leid, dass ich hier keine tröstenden Worte spenden kann, denn das hättest du wirklich besser wissen müssen. Gleichzeitig sollte das eine Warnung an alle Fahrer sein, sich auf solche Systeme eben nicht zu verlassen und das Markenunabhängig! Ich wage zu bezweifeln, dass die Automobilindustrie in absehbarer Zeit wirklich dazu in der Lage ist, dafür sind grade zu Berufszeiten viel zu viele Leute auf der Straße, die bedauerlicherweise regelmäßig viel zu viele Fehler begehen.

    Mazda 6e - 68,8kWh LFP - Takumi Plus - Soul Crystal Red - Auslieferung Ende Mai / Anfang Juni 2026

  • Denke das Hauptproblem ist in der heutigen Zeit, dass einem diese Assistenzsysteme aufgezwungen werden. Dass wir sie noch ausschalten können, ist aktuell eher "Luxus". Irgendwann wird es so weit sein, dass nicht mal mehr das möglich sein wird....


    Und selbst wenn wir sie ausmachen können, wäre das beim losfahren wirklich eine langes Prozedere, jedes einzelne bei jedem Start zu deaktivieren...


    Bin aktuell bei Spurhalte-Assistent und den Tempowarner.


    Gebe dir aber Recht, darauf verlassen ist gefährlich. Merkt man ja schon daran, dass die alle an schlechtem Wetter anfangen auszufallen...

  • Genau so ist es! Diese 'Assistenten" werden uns von EU Bürokraten aufgezwungen, die von Technik keine Ahnung haben. Übrigens auch der Autoindustrie! Diese muss irgendetwas einbauen, damit sie Autos zugelassen bekommt. Geprüft werden diese Systeme nicht, da sonst nur die Allerwenigsten diese Hürde schaffen würden. Auf unserer Seite, gibt es viel zu viele, welche diesen Schritt blind vertrauen und im Auto fast alles tun, ausser aufmerksam Auto zu fahren. Dies erhöht die Sicherheit in keiner Weise, im Gegenteil....

    Assistenzsysteme nützen nur etwas, wenn sie immer, bei jedem Wetter, zu 100% funktionieren.

    Da müsste man politisch etwas dagegen tun, statt immer neue "Systeme" vorzuschreiben!

  • Genau so ist es! Diese 'Assistenten" werden uns von EU Bürokraten aufgezwungen, die von Technik keine Ahnung haben. Übrigens auch der Autoindustrie! Diese muss irgendetwas einbauen, damit sie Autos zugelassen bekommt. Geprüft werden diese Systeme nicht, da sonst nur die Allerwenigsten diese Hürde schaffen würden. Auf unserer Seite, gibt es viel zu viele, welche diesen Schritt blind vertrauen und im Auto fast alles tun, ausser aufmerksam Auto zu fahren. Dies erhöht die Sicherheit in keiner Weise, im Gegenteil....

    Assistenzsysteme nützen nur etwas, wenn sie immer, bei jedem Wetter, zu 100% funktionieren.

    Da müsste man politisch etwas dagegen tun, statt immer neue "Systeme" vorzuschreiben!

    Dann sollten wir andere Politiker wählen, nur welche? Ich kann keine erkennen, die meine Interessen wenigstens im Ansatz vertreten. Der Bürger wird von denen nur als Zahlungspflichtiger für jeden Unsinn wahrgenommen.

  • Sorry, aber die Diskussion driftet ihr schon wieder in so einen destruktiven "Gegen-die-Obrigkeit"-Modus aus, das finde ich wirklich fernab jeglicher Fakten.

    Die Debatte rund um die Assistenzsysteme erinnert mich immer an die Einführung der Gurtpflicht. Zu Beginn der Weltuntergang, letztendlich heute anders undenkbar, zum Glück. Die Assistenzsysteme helfen enorm bei der Verkehrssicherheit und reduzieren (!), nicht verhindern, aber reduzieren (tödliche) Unfälle enorm. Dass diese hier einmal nicht funktioniert haben als Vorwand zu nutzen gegen diese Systeme sowie die bösen, bösen Politiker zu argumentieren, empfinde ich als heuchlerisch und faktenfremd.

    Ja, es nervt, Assistenzsysteme auszuschalten, wenn man sie mal nicht haben möchte. Aber lieber einmal mehr ausschalten, als draufgehen.


    Ich für meinen Teil bin jedenfalls froh für den threadersteller, dass niemandem etwas passiert ist. Und sicherlich kann man sich anschließen, dass man sich eben auf die Assistenten nicht zu sehr verlassen darf und wir letztendlich (noch) selbst fahren.

  • Hier gibt es eigentlich nur drei Punkte, die eine Rolle spielen:

    • Keiner verletzt = Hauptsache
    • Assistenzsysteme verstehen = sie assistieren nur in ihrem begrenzten Können und das wird sich auch nicht ändern, wenn Menschen involviert bleiben
    • Diese Systeme verhindern aktuell Unfälle, aber nicht alle, da spielt die Physik halt mit...
  • Mag sein , bei mir hat es wegen des Spurhalte-Assistent beinahe einen Unfall gehabt... Hat leider nicht immer nur positive Seiten. Ein Gurt als Vergleich zu nehmen ist da schon sehr fragwürdig, der ist auf keine Sensoren und Kameras angewiesen. Der Gurt übernimmt nicht plötzlich die Kontrolle über dein Lenkrad. Er ist starr, fest und wird vor Fahrtbeginn so oder so angelegt.

    Einem Kollegen von mir hat das Auto auf freier Straße bei 70 km/h plötzlich und ohne Grund eine Vollbremsung eingelegt. Hat blaue Flecken wegen des Gurts gehabt. Auslöser unbekannt, da war nichts.


    Sicher helfen und vielleicht retten sie auch mal in Situationen, aber wenn sie auch mal Schaden,ohne daß sie hätten eingreifen müssen/sollen, kann man das auch wieder nicht erklären...


    Sind 2 Seiten einer Medaille das Thema.