Das was du schreibst ist richtig ist aber gar nicht mein Punkt. Jeder muss für sich entscheiden was ihm reicht bzw. welchen Einsatzzweck das Auto erfüllen soll. Als Dauersingle habe ich andere Ansprüche als ein Familienvater. Der 68kwh Akku ist zu Groß für einen Zweitwagen, aber zu klein für eine echtes Familienauto. Das hat wohl auch Mazda gemerkt und bringt in UK und Australien deswegen nur noch den großen Akku.
Finde ich jetzt auch gewagt, als Dauersingle was über Familienautos zu fabulieren.
Ich glaube, du hast keine Vorstellung davon, wie es ist, mit 2 Kindern in den Urlaub zu fahren. Da machst du sowieso alle 200km Pause, weil irgendwer immer aufs Klo muss, Hunger hat, oder sonstwas ist. Da spielen die 10kWh mehr eigentlich gar keine Rolle, weil solche Pausen - gerade in der Urlaubszeit - nie unter 20 Minuten dauern. Und die Mädels garantiert hinter einer Reisebusladung anderer Damen vor der Toilette Schlange stehen müssen. Vom Anstehen an der Kaffeetheke mal ganz zu schweigen.
Mal ein anderes Rechenbeispiel:
Viele hochgelobte 800V Plattformen haben Dank ihrer Bauform einen Verbrauch von 270-300Wh/km und deshalb einen 100kWh Akku verbaut.
Jetzt hat der 6e aber nur 210-230Wh/km Verbrauch bei den gleichen Fahrdaten. Das bedeutet, dass der einzige große Unterschied die Ladeleistung ist. Ansonsten reden wir von 20-30km mehr echte Reichweite.
Und dann stellt sich die Frage, ob 8 Minuten schneller laden (was bei meinem geplanten Trip nach Norwegen diesen Sommer immerhin etwa 1½ Stunden mehr auf 2200km einfache Strecke ausmacht) 15-20k€ Aufpreis rechtfertigen. Vor allem weil wir bei 3 Urlaubsfahrten im Jahr von einer Zeitersparnis von unter 10 Stunden reden (falls jeder dieser Urlaube so abartig weit weg ist).
Kann man mal drüber nachdenken.
Im Stadtverkehr ist das im Vergleich wieder anders, weil da die Aerodynamik eine deutlich kleinere Rolle spielt, deshalb sieht der Unterschied in den WLTP Angaben viel größer aus, als er eigentlich ist.