Mazda 6e Test Verbrauch - Reichweite Dauertest und persönliche Erfahrungen

  • Hallo zusammen,

    ich möchte ein paar reale Zahlen von meinem 6e Standard Range teilen, vielleicht hilft es jemandem bei der Einschätzung von Verbrauch und Ladeverlusten.

    Ausgangslage: Batterie auf 100 % geladen, dann 335 km gefahren – Mix aus Stadt, Landstraße und einem kurzen Autobahnabschnitt. Dabei waren auch viele extrem kurze Fahrten (2–3 km), bei denen die Klimaanlage wegen des aufgeheizten Autos auf voller Leistung laufen musste – also eher ungünstige Bedingungen.

    Ergebnis:

    • Bordcomputer: 15,0 kWh/100 km
    • SoC nach 335 km: 23 % (also 77 % verbraucht = ca. 51,6 kWh aus der Batterie)
    • Rechnerisch passt das fast perfekt: 335 km × 15 kWh/100 km = ca. 50,3 kWh, die Differenz von ~1 kWh dürfte Standverbrauch (Klima, Infotainment) sein, den der BC nicht mitzählt.

    Dann habe ich an einer 50-kW-DC-Säule wieder auf 100 % geladen:

    • Geladene Energie laut Säule: 57 kWh

    Daraus ergeben sich Ladeverluste von ca. 5,4 kWh, also rund 9–10 % – völlig normal für DC-Laden (Batterietemperierung, BMS, Balancing am Ende, gerade bei LFP und Laden auf 100 %).

    Mein Fazit: Der Bordcomputer der 6e misst sehr ehrlich, die Werte passen auf ~1 kWh genau zusammen. Wer aber die Kosten pro km rechnet, sollte eher mit 16,5–17 kWh/100 km "ab Steckdose" kalkulieren, nicht mit den 15 vom BC.

    Viele Grüße aus der Slowakei



  • Soweit ich es verstehe, tritt das Problem nicht bei so niedrigen Verbrauchswerten auf wie bei dir. 15 kWh / 100 km ist sehr niedrig.

  • Moin!

    Woher hast du die Angabe mit einem Ladeverlust von 9-10% bei DC Laden?

    Das klingt eher nach AC laden.

    Beim DC laden findet keine Wandlung statt die einen erhöhten Ladeverlust rechtfertigt.

    Beim DC Laden sollte der Ladeverlust um die 1%-4% liegen (Akkutemperatur ~23°), wenn der Akku nicht vorkonditioniert werden muss.

    Das haben zumindest Testergebnisse vom ADAC ergeben.

    Also ich würde sagen da hat dein Bordcomputer ein paar kWh unterschlagen, oder du hast im Stand mehr verbraucht als du gedacht hast.

    Ich gehe zumindest mal davon aus, dass unser Mazda ähnliche Verluste hat, wie die Mitbewerber.

    Gruß, Thorsten

    Daily: Mazda 6e SR Takumi innen schwarz außen "Soul red Crystal" mit AHK
    Spaß: Nissan GT-R (R35) - Clubsport in "Ultimate Silver"

  • Du darfst dabei nicht vergessen, dass beim Schnelladen Unmengen an Wärme im Akku entstehen, desto schneller du lädst, desto wärmer der Akku. Die Wärme muss weg und je nach Umgebungstemperatur zieht alleine die Wärmepumpe schon mal ein paar kW an Leistung.


    Außerdem entstehen in der Ladesäule selber schon Wärmeverluste, die dir angekreidet werden. Da kommt AC an und muss auf DC gewandelt werden (Verluste) und dabei wird die Säule auch gekühlt. Damit kommt man bei wärmeren Tagen schon mal an die zweistelligen Prozente im Verlust.


    Daher halte ich 4% für einen kaum auftretenden und optimalen Fall.


    Auf die 10 % komme ich auch: 48% auf 91% geladen (theoretisch 28,xkWh, praktisch geladen 31,3kWh). War am Samstag...

  • Ich habe da ehrlich gesagt noch nicht hin gehört beim DC laden. (Zu selten gemacht)

    Ist die Wärmepumpe dabei an, wenn er abgeschlossen ist? Ich hätte gedacht, dass er das allein durch die Masse passiv kühlt und irgendwann den Strom begrenzt und nicht wie bei den 300+ kW Fahrzeugen aktiv mit der Wärmepumpe arbeitet.

    Fürs Vorheizen im Winter hätte ich auf Heizmatten in der Batterie getippt.

    Ich werde nächstes mal hin hören, ob die Wärmepumpe arbeitet obwohl er abgeschlossen ist.

    Die Verluste der DC Säule zahlen wir NICHT direkt mit. Jedenfalls ist das wohl bei den großen playern so, dass wirklich das gemessen wird, was ins Auto geht. Wir zahlen die indirekt durch die hohen Preise mit.

    Auch dazu hat der ADAC bereits berichtet.

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  • Die Verluste der DC Säule zahlen wir NICHT direkt mit.

    Guter Punkt, aber die Wärmeverluste im Kabel gehen schon auf die Kappe des Kunden und je nach gewählten Querschnitt sind die mal geringer oder höher.


    Eigenverbrauch Auto für die Nebenaggregate (Kühlmittelkreislauf samt Pumpe, Wärmetauscher mit Ventilator, WP), das ist einiges. Deshalb würde ich pauschal sagen, dass man da im Mittel schon 10% veranschlagen kann.


    Im Sommer kühlst du, im Winter kann es sein, dass der Akku aktiv mitgewärmt wird anfangs. Da hab ich aber keine Erfahrungen zu und werde das wohl auch selten persönlich sehen.

  • Die ersten 3 Monate (Nov.-Jan.) habe ich nur DC laden können. Da war es recht kühl und die Wärmepumpe hat gearbeitet. Im Innenraum hört und spürt man diese (leichte Vibrationen)

    Am DC Lader hatte ich zu der Zeit höherer Verlust wie jetzt am AC. Aber die Bedingungen (Klima) unterscheiden sich ja. Also nicht vergleichbar.